Aloisiuskolleg
Gymnasium der Jesuiten für Mädchen und Jungen
Sextanertag

Sextanertag - Die Schule beginnt schon vier Monate früher

Der erste Schultag ist schon jetzt, vier Monate bevor es losgeht. Lange bevor der Klassenraum oder die Klassenlehrer feststehen, lernen sich an einem Samstag im Mai die künftigen „Sextaner“ kennen, die neue 5a 5b oder 5c. Und sie haben die ganzen Sommerferien noch vor sich, um sich darauf zu freuen.

Der Sextanertag am AKO ist etwas Besonderes, in dieser Form etwas ganz Besonderes! Für einen Samstag Nachmittag lernen die Kinder der künftigen 5. Klasse einander kennen und erkunden ihre künftige Schule. Wenn sie ankommen, sind sie noch von ihren Eltern begleitet. „Wir haben, auch entsprechend euren Wünschen, die drei Klassen zusammengestellt.“ Man sieht die großen Augen der Kinder. Mit wem werde ich wohl künftig in einer Klasse sein? Die beiden Koordinatorinnen für die Unterstufe, Frau Pusch-Kunze und Frau Lücker, hatten aus den Bewerbungen die Schülerinnen und Schüler ausgesucht, die zusammen gut in eine Klasse passen. Mädchen und Jungen, fitere und langsamere,  quirlige und ruhigere; maßgeblich für die Auswahl sollte eine gute Mischung sein. Und jetzt stehen sie zum ersten Mal zusammen. „Ihr seid hier um einander kennenzulernen und ein Gespür dafür zu bekommen, wie das gehen kann“, sagte Schulleiter Dr. Sieburg zur Begrüßung. Und dann sagte er zu den Eltern: „Die gleiche Aufgabe haben dann Sie. Wir bitten auch Sie, zueinander in eine Beziehung zu treten; denn das ist uns hier sehr wichtig, dass Sie uns als Eltern nicht nur als Vertreter ihrer eigenen Kinder gegenüberstehen, sondern auch als Vertreter einer Gemeinschaft. Deswegen haben Sie heute die erste Gelegenheit einander kennenzulernen.“
Deswegen gehört zum Sextanertag dazu, dass auch  die Vertreter der Eltern und Schüler die Neuen begrüßen. „Wir in Gemeinschaft arbeiten zusammen mit der Schule für unsere Kinder“, sagte die Vorsitzende der Schulpflegschaft Frau Eiden, „zusammen mit dem gleichen Ziel“. Und Schulsprecher Konstantin Krempien meinte: „Es gibt, das merkt man als Schüler immer wieder, Raum für Verbesse-rungen. Das ist unsere Aufgabe als Schülervertretung, dann eure Interessen zu vertreten. Ansonsten organisieren wir auch Feiern und Feste wie nächstes Jahr für euch die Unterstufenparty. Wir freuen uns auf euch!“

Dann aber geht es aus der großen Versammlung in der Oberkirche hinaus aufs Gelände: „Euer erstes Ziel ist, dass ihr euch gegenseitig kennenlernt,“ sagt Frau Lücker den Kindern. „Und eure Eltern sind jetzt sehr tapfer. Denn sie müssen Euch ziehen lassen.“ Danach nehmen Schüler und Schülerinnen aus der achten Klasse als Mentor und Mentorinnen die Neuen an der Hand und begleiten sie auf ihren spannenden Workshops: In den nächsten Stunden werden sie einige besondere Orte des Kollegs kennenlernen und bei Spiel und Spaß erkunden, was man am Ako alles machen kann.
Währenddessen bekommen die Eltern ihr Sonderprogramm. Sie treffen sich in der Rotunde und können dort einander kennenlernen, vielleicht erste Verabredungen miteinander treffen, aber auch ein paar technische Fragen über das anstehende Schuljahr mit den Verantwortlichen klären. Dann gehört auch eine Führung durch kundige Oberstufenschüler durch die Schule und über das Gelände zum Programm.

Davon bekommen die Kinder jedoch nichts mit. Sie bekommen in kleinen Gruppen so etwas wie ein Schnupperprogramm. Zugegeben, das ist jetzt etwas abwechslungsreicher als später der Schulalltag, aber es soll Lust machen. Dann, wenn man seine neue Schule mit Vorfreude besucht, fällt hinterher vielleicht auch das Lernen von Vokabeln etwas leichter. Damit die Kinder über die drei Stunden auch nicht hungern müssen, haben die jetzigen Sextaner alle etwas vorbereitet, mit dem sie die Neuen begrüßen. Denn immerhin werden sie ihnen verdanken, dass sie ab dem Sommer nicht mehr die Jüngsten sind. Dennoch denken sie vielleicht gerne daran zurück, wie das bei ihnen selber war, vor einem Jahr beim Sextanertag.