Zwischen Stille und Spaß: Die Besinnungstage der 9a
Nach unserer Ankunft im Haus Altenberg starteten wir mit gemeinsamen Spielen, doch es wurde auch schnell inhaltlich spannend. Wir beschäftigten uns mit der jesuitischen Tradition nach Ignatius von Loyola und dem Grundsatz, immer erst das Gute im Argument des Gegenübers zu suchen. Ein Zitat von Sören Kierkegaard begleitete uns dabei durch den Tag: „Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.“ In einer intensiven Stilleübung blickten wir zudem auf unseren eigenen Lebensweg zurück und hielten unsere Gedanken kreativ in „Lebensbüchern“ fest. Ein weiteres Highlight war die Besichtigung des Altenberger Doms, bei der uns Herr Meuser viel über die Architektur und das beeindruckende Westfenster erklärte. Zum Abschluss des Tages schauten wir dann noch den Film „Delegation“.
Der Dienstag forderte uns sowohl im Kopf als auch im Herzen heraus. In der Einheit „Meine und deine Sicht auf mich“ lernten wir viel über Eigen- und Fremdwahrnehmung. Es war für uns sehr interessant zu sehen, dass wir uns gegenseitig oft viel positiver und stärker wahrnehmen, als wir selbst gedacht hätten. Bei der anschließenden Wanderung durch die schöne Landschaft konnten wir den Kopf frei bekommen, und auch wenn der Weg nach einiger Zeit lang erschien, war es im Nachhinein doch eine sehr schöne Erfahrung. Später wurden wir dann kreativ: In Kleingruppen bauten wir Konstruktionen für „Das fliegende Ei". Mit nur wenig Material mussten wir versuchen, ein rohes Ei so gut wie möglich zu schützen, damit wir es danach aus dem obersten Stockwerk des Treppenhauses runterfallen lassen konnten, ohne dass es kaputt ging. Während manche Gruppen Sonderpreise gewannen, ging es bei anderen Gruppen komplett nach hinten los. Besonders schön war das anschließende Schreiben von Wertschätzungsbriefen, bei denen wir uns gegenseitig ehrliches und nettes Feedback gaben.
Am Mittwoch hieß es dann schon wieder Abschied nehmen. Als letzte Aufgabe schrieben wir Briefe an unser „zukünftiges Ich“, die wir erst am Ende der zehnten Klasse wiederbekommen werden. Nach einer feierlichen Abschlussmesse fuhren wir wieder zurück ans Ako. Wir waren zwar erschöpft, aber sind als Klasse deutlich enger zusammengewachsen. Die Zeit in Altenberg hat uns gezeigt, dass wir nicht nur eine Lerngemeinschaft sind, sondern als Team richtig gut funktionieren. Ein großes Dankeschön an unseren Klassenlehrer Herrn Meuser, unseren Pater Riccardo, unseren Kollegseelsorger Herr Wilquin und unsere Mathe-Lehrerin Frau Lampmann, die uns diese Tage ermöglicht und die Klasse auf diesem Weg begleitet haben!
Luisa und Helene, 9a