Wir stellen uns vor
Die Jesuiten nannten schon vor vierhundert Jahren ihre ersten Schulen „Kolleg“. Als neu gegründete Ordensgemeinschaft in der katholischen Kirche wollten sie von Anfang an gute schulische Bildung verbinden mit ganzheitlicher Erziehung, mit Gemeinschaft in der Erfahrung von Kreativität und Sport und das alles immer im Blick darauf, „Menschen für andere“ zu sein.
In dieser Tradition steht das Aloisiuskolleg in seiner vielfältigen Struktur:
- ein katholisches Gymnasium in freier Trägerschaft, offen für Katholiken und andere, ohne Schulgeld aber mit viel Unterstützung durch Eltern und Altschüler,
- ein Externat: Betreuung am Nachmittag bis 17 Uhr mit Unterstützung bei den Hausaufgaben und Vermittlung von Lerntechniken, aber auch vielen sinnvollen Freizeitaktivitäten
- das Freizeitprogramm AKO-Forum, das auch Schülerinnen und Schülern anderer Schulen offen steht, mit einem breiten Angebot für Sport, Kultur und Science-Arbeitsgruppen sowie einem Angebot für religiös engagierte Jugendliche.
Das Kolleg ist eingebunden in das weltweite Netz der Jesuitenschulen und anderer Schulen in ignatianischer Tradition. Ignatius von Loyola (+1556) hat nicht nur den Jesuitenorden als Reform-Orden gegründet, sondern weit darüber hinaus eine geistliche und Bildungs-Tradition angestoßen, die „ignatianische Spiritualität“, die heute Christen aus allen Konfessionen inspiriert.
Die „ignatianische Pädagogik“ in der Tradition der Jesuiten wird an unserer Schule durch die Einbindung des ganzen Kollegs in ein Netzwerk von 10 deutschsprachigen Schulen zusammen mit dem „Zentrum für ignatianische Pädagogik“ in Ludwigshafen gefördert.
Das Technikteam des Kollegs hat einen virtuellen Rundgang geschaffen, um sich das AKO bequem von zu Hause aus anzuschauen.
Was wir wollen
Ziel des Aloisiuskollegs ist es, junge Menschen aus christlicher Weltsicht und in jesuitischer Tradition zu persönlicher Urteilsfähigkeit sowie zum Dienst an Gesellschaft und Kirche in freier Verantwortung zu begleiten und zu führen: Menschen für andere zu sein.
Das AKO soll ein Ort sein,
- an dem jeder Einzelne seine Würde als Geschöpf erfährt,
- an dem in gewissenhafter Reflexion nachgedacht wird über die Bedeutung des Gelernten,
- an dem man sich der Fragen der Gerechtigkeit verpflichtet weiß,
- an dem die Frage nach Gott gestellt und im Alltag wach gehalten wird.
Dafür steht das Schulprogramm, das wir 2018 nach einem intensiven Prozess mit allen Schülerinnen und Schülern, Eltern, dem Kollegium und der Leitung sowie externer Beratung durch das Zentrum für Ignatiainische Pädagogik (ZIP) erarbeitet haben.
Wir sind eine Schule in ignatianischer Tradition. Eine besondere Bedeutung nimmt daher das religiöse Leben ein. Die Schülerinnen und Schüler sollen den christlichen Glauben, die Kirche und die spirituelle Gestaltung des Alltags kennen lernen und erfahren. Religiös interessierte Jugendliche können sich engagieren, andere können sich am AKO mit diesen Fragen in aller Freiheit auseinandersetzen, um einen selbst verantworteten Lebensweg zu gehen.
- Wir machen Schule. Anspruchsvolle schulische Bildung für alle ist kein Widerspruch dazu, schwächere Schüler zu stützen und stärkere zu fordern. Das Miteinander bestimmt die Qualität der Schule ebenso wie ein wachsendes soziales Bewusstsein, strukturiertes Lernen oder die zunehmende Fähigkeit, für das eigene Leben Verantwortung zu übernehmen.
- Im Externat finden Schülerinnen und Schüler, die von draußen ( „extern“) täglich zur Schule kommen, eine verlässliche und strukturierte Betreuung bei den Hausaufgaben und in der Freizeit. Unser Ideal einer ganzheitlichen Bildung findet hier auch nach dem Unterricht einen Ort.
- Auch in der Freizeit werden den Schülerinnen und Schülern im AKO-Forum zahlreiche Möglichkeiten geboten, ihre Anlagen und Interessen in Arbeitsgemeinschaften und Kursen sowie bei vielen Projekten zu entfalten und zu stärken. Herausragend sind das Orchester, das Theater, aber auch viele andere kulturelle und sportliche Projekte. Auch dies gehört für uns wesentlich zu einer ganzheitlichen Bildung in Gemeinschaft.
In allen diesen Bereichen ist uns das Miteinander von Eltern, Schülern und Pädagogen wichtig. Sie haben verschiedene Rollen und Aufgaben. Die Kollegsordnung regelt diese Beziehungen und soll helfen, immer wieder gemeinsam nach dem besten Weg zu suchen, das oben beschriebene Ziel des Kollegs zu erreichen. Gemeinsam arbeiten wir an einer Ausrichtung auf die Zukunft, wollen aber ebenso nüchtern und klar auch die Schattenseiten der eigenen Geschichte im Bewusstsein halten, um daraus lernen zu können (AKO-Erklärung von 2016).
Für uns ist Lernen nie nur eine Frage der Inhalte. Wir wollen, dass das methodisch Gelernte auch reflektiert wird. Miteinander fragen Pädagogen und Schüler nach der Bedeutung dessen, was zuvor erarbeitet wurde. In der ignatianischen Tradition sprechen wir von der Offenheit für das „Magis“, das gewisse „Mehr“, das in allen Dingen in den Blick gerät, wenn es in der Beziehung zum Ganzen der menschlichen Existenz und zu Gott gesehen wird.