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AKO-Quadrupel beim Internationalen Demokratiepreis. „Exzellenzpreis Bonner Löwe der Demokratie“ eigens für AKO-Beitrag gestiftet

Erstmals und sogleich mit einem herausragenden Erfolg hat das AKO am Internationalen Demokratiepreis der Stadt Bonn teilgenommen. Vier Schüler und zwei Schülerinnen haben sich von Ende Februar bis Ende Juni in der Historia-Classica-AG mit unterschiedlichsten Vorbildern für gelebte Demokratie auseinandergesetzt und mit vier eingereichten Beiträgen und vier Siegen ein Ergebnis erzielt, das quantitativ und qualitativ außergewöhnlich ist. Quantitativ gewann das AKO ein Viertel aller Preise, qualitativ wurde für einen herausragenden Beitrag sogar ein neuer Exzellenzpreis gestiftet.

Anna (9a) erreichte mit ihrer Collage „Spuren von Elisabeth Selbert in Bonn“ den 3. Platz in der Kategorie Kunstprodukt. Die Collage versammelt und erklärt um ein selbstgezeichnetes Porträt Exponate im Haus der Geschichte, Straßennamen, eine Schule, Räume, Gebäude und Dokumente, vor allem aber Artikel 3, Absatz (2) des Grundgesetzes: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“.

Pinyuan und Friedrich (9a) erreichten mit ihrer illustrierten Biographie „Bayard Rustin. Das illustrierte Leben eines tatkräftigen Demokraten“ in der Kategorie Facharbeit den 2. Platz. Ihre Arbeit beleuchtet den unnachgiebigen aber gewaltfreien Einsatz eines afroamerikanischen Bürgerrechtsaktivisten und maßgeblichen Organisators der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, der auch deutschen Protestbewegungen als Vorbild diente.

Den 1. Platz erreichte Ambrus (10a) mit seiner Facharbeit „John J. McCloy. Vater der transatlantischen Beziehungen der USA mit der Bundesrepublik“. Die Arbeit wurde als originäre Forschungsleistung auf akademisch exzellentem Niveau gewürdigt, die neue Einsichten in das Wirken McCloys für die Demokratie in Deutschland gewährt: McCloys Wirken prägte seine rigorose Orientierung am meritokratischen Prinzip. Vorausschauend, konstruktiv und gemeinwohlorientiert gestaltete er die Demokratisierung der Bundesrepublik nach dem Motto „Aus Freundschaft wachsen viele Sachen“.

„Herr Meuser, bleiben Sie gleich vorn“ war der Running Gag des Abends geworden. Moderiert wurde die Preisverleihung vom ehemaligen Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch. Die Preise wurden überreicht von Prof. Dr. Dorothee Dzwonnek, Generalsekretärin der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien, und Prof. Dr. Harald Biermann, Präsident der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Herr Nimptsch hatte bereits zu Beginn angekündigt, die Stiftung habe aufgrund eines herausragenden Beitrages in diesem Jahr einen besonderen Exzellenzpreis neu gestiftet (https://www.demokratiepreis-bonn.de/schulpreis). Nach der Auszeichnung der regulären Kategorien wurde dieser neu gestiftete Preis vorgestellt, der „Exzellenzpreis Bonner Löwe der Demokratie“ für den herausragenden Filmbeitrag „Konrad Adenauer – Vorbild für Demokratie“ von Jakob und Fritz (beide Eph; youtu.be/BUaPMtpPWf4). Der Beitrag wurde als abschließender Höhepunkt in voller Länge gezeigt und erhielt im Anschluss lang anhaltenden Applaus und Standing ovations seitens Jury, Gästen und Mitbewerbern. Das Werk zeugt nicht nur von außergewöhnlicher Originalität, gestalterischer Exzellenz in Drehbuch, Dramaturgie, Montagetechnik, Musik, Mise en scène, Textgestaltung, Atmosphäre, Effekten, Thema- und Motiv-Kohärenz, professioneller Moderation und einer vollkommenen Harmonie der Komposition, sondern darüberhinaus von einer tiefen eigenen Beschäftigung mit Leben und Werk Adenauers und von einer authentischen Haltung, die den Satz „Unsere ganze Arbeit wird getragen von dem Geist christlich-abendländischer Kultur und von der Achtung vor dem Recht und vor der Würde des Menschen“ aus Adenauers Regierungserklärung nicht als bloß referiertes Zitat, sondern als erkannte Wahrheit und gelebte Haltung erscheinen lässt. Um die außergewöhnliche Leistung der beiden Schüler noch darüberhinaus zu würdigen, kündigte Minister Liminski an, den Film in die Ausstellung des Konrad-Adenauer-Hauses aufzunehmen und Jakob und Fritz für ein Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung vorzuschlagen.

Nach der Preisverleihung wurde uns noch ein eigenes „AKO-Foto“ gewährt. An die Preisverleihung schloss sich ein reger Austausch unter allen Beteiligten an. Ein Tag, der uns allen noch lange in dankbarer Erinnerung bleiben wird.

Oliver Meuser