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Wir stellen uns vor

Die Jesuiten nannten schon vor vierhundert Jahren ihre ersten Schulen „Kolleg“. Von Beginn an verfolgte die Ordensgemeinschaft das Ziel, eine gute schulische Bildung mit ganzheitlicher Erziehung zu verbinden, ergänzt durch gemeinschaftliche Erfahrungen in Kreativität und Sport – immer mit dem Leitgedanken, „Menschen für andere“ zu sein. Im Zuge des Schulträgerwechsels im Jahr 2024 ging die Trägerschaft der Schule von der Aloisiuskolleg gGmbH auf die Ignatianische Schulträger Aloisiuskolleg Bonn gGmbH über. Auf diese Weise ist der langfristige Fortbestand der Schule verlässlich gesichert.

Das Aloisiuskolleg steht für:

  • ein staatlich anerkanntes Gymnasium in freier Trägerschaft, das sowohl Katholikinnen und Katholiken als auch Schülerinnen und Schüler anderer Konfessionen offensteht und durch das große Engagement von Eltern und Altschülern geprägt wird,
  • ein Externat, das eine Betreuung am Nachmittag bis 17 Uhr anbietet. Neben Unterstützung bei den Hausaufgaben werden hier auch Lerntechniken vermittelt. Darüber hinaus gibt es zahlreiche sinnvolle Freizeitaktivitäten, die die persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler fördern,
  • das Freizeitprogramm AKO-Forum, das auch Schülerinnen und Schülern anderer Schulen offensteht. Es bietet ein breites Angebot an Sport-, Kultur- und Science-Arbeitsgruppen sowie Möglichkeiten für Jugendliche, die sich religiös engagieren möchten.
  • vielfältige schulische und außerschulische Angebote auf einem großzügigen Schulgelände

Das Kolleg ist Teil des weltweiten Netzwerks der Jesuitenschulen und steht damit in der Tradition von Ignatius von Loyola, dem Gründer des Jesuitenorden. Seine ignatianische Spiritualität prägt bis heute die Bildungsarbeit und wird am Aloisiuskolleg durch die Zusammenarbeit mit einem Netzwerk von zehn deutschsprachigen Schulen sowie mit dem „Zentrum für ignatianische Pädagogik“ in Ludwigshafen weiter gefördert.

Das Technikteam des Kollegs hat einen virtuellen Rundgang geschaffen, um sich das AKO bequem von zu Hause aus anzuschauen.

Was wir wollen

Ziel des Aloisiuskollegs ist es, junge Menschen aus christlicher Weltsicht und in jesuitischer Tradition zu persönlicher Urteilsfähigkeit sowie zum Dienst an Gesellschaft und Kirche in freier Verantwortung zu begleiten und zu führen: Menschen für andere zu sein.

Das AKO soll ein Ort sein,

  • an dem jeder Einzelne seine Würde als Geschöpf erfährt,
  • an dem in gewissenhafter Reflexion nachgedacht wird über die Bedeutung des Gelernten,
  • an dem man sich der Fragen der Gerechtigkeit verpflichtet weiß,
  • an dem die Frage nach Gott gestellt und im Alltag wach gehalten wird.

Dafür steht das Schulprogramm, das wir 2024 nach einem intensiven Prozess mit allen Schülerinnen und Schülern, Eltern, dem Kollegium und der Leitung sowie externer Beratung durch das Zentrum für Ignatiainische Pädagogik (ZIP) erarbeitet haben.

Wir sind eine Schule in ignatianischer Tradition. Eine besondere Bedeutung nimmt daher das religiöse Leben ein. Die Schülerinnen und Schüler sollen den christlichen Glauben, die Kirche und die spirituelle Gestaltung des Alltags kennen lernen und erfahren. Religiös interessierte Jugendliche können sich engagieren, andere können sich am AKO mit diesen Fragen in aller Freiheit auseinandersetzen, um einen selbst verantworteten Lebensweg zu gehen.

  • Wir machen Schule. Anspruchsvolle schulische Bildung für alle ist kein Widerspruch dazu, schwächere Schüler zu stützen und stärkere zu fordern. Das Miteinander bestimmt die Qualität der Schule ebenso wie ein wachsendes soziales Bewusstsein, strukturiertes Lernen oder die zunehmende Fähigkeit, für das eigene Leben Verantwortung zu übernehmen.
  • Im Externat finden Schülerinnen und Schüler, die von draußen ( „extern“) täglich zur Schule kommen, eine verlässliche und strukturierte Betreuung bei den Hausaufgaben und in der Freizeit. Unser Ideal einer ganzheitlichen Bildung findet hier auch nach dem Unterricht einen Ort.
  • Auch in der Freizeit werden den Schülerinnen und Schülern im AKO-Forum zahlreiche Möglichkeiten geboten, ihre Anlagen und Interessen in Arbeitsgemeinschaften und Kursen sowie bei vielen Projekten zu entfalten und zu stärken. Herausragend sind das Orchester, das Theater, aber auch viele andere kulturelle und sportliche Projekte. Auch dies gehört für uns wesentlich zu einer ganzheitlichen Bildung in Gemeinschaft.

In allen diesen Bereichen ist uns das Miteinander von Eltern, Schülern und Pädagogen wichtig. Sie haben verschiedene Rollen und Aufgaben. Die Kollegsordnung regelt diese Beziehungen und soll helfen, immer wieder gemeinsam nach dem besten Weg zu suchen, das oben beschriebene Ziel des Kollegs zu erreichen. Gemeinsam arbeiten wir an einer Ausrichtung auf die Zukunft, wollen aber ebenso nüchtern und klar auch die Schattenseiten der eigenen Geschichte im Bewusstsein halten, um daraus lernen zu können (AKO-Erklärung von 2016).

Für uns ist Lernen nie nur eine Frage der Inhalte. Wir wollen, dass das methodisch Gelernte auch reflektiert wird. Miteinander fragen Pädagogen und Schüler nach der Bedeutung dessen, was zuvor erarbeitet wurde. In der ignatianischen Tradition sprechen wir von der Offenheit für das „Magis“, das gewisse „Mehr“, das in allen Dingen in den Blick gerät, wenn es in der Beziehung zum Ganzen der menschlichen Existenz und zu Gott gesehen wird.