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Alles Kleinkunst – oder was?

Wer hätte das gedacht: Auch Lehrer und Lehrerinnen haben Hobbys!

Diese Hobbys sind vielfältig und oft genug überraschend, so dass das Publikum am Freitagabend bestens unterhalten wurde. Unser umtriebiger Kollege Frank Ennen führte mit selbst gedichteten Versen als auch mit musikalischen Einlagen geschickt durch das mal lustig-temporeiche, mal nachdenkliche Programm, wobei es zu einigen Uraufführungen kam. Unser Lateinlehrer Oliver Meuser erstaunte mit einem Sarabande-Solo auf seiner Konzert-Gitarre, Jens Gallwitz zeigte sich akrobatisch mit diversen Handstand-Kraft-Übungen, Sosthène Evina gab einen eher wort-akrobatischen Slam über sein Dasein als Französisch-Lehrer. Rhythmisch wurde es durch die Sport-Fachschaft, die in guter Tradition von STOMP mit Basketbällen musizierte, während eine weitere Gruppe von Kollegen zeigte, wie man ganz einfach mit leeren Plastikflaschen, einer Mülltüte und einer Konservendose eine nachhaltige Percussion zaubern kann. Besonders berührend waren die Gruppen-Gesangseinlagen, beispielsweise der „Umleitungschoral“ mit Michael Conzen, Jens Gallwitz, Florian Willems und Frank Ennen, oder auch das „Hallelujah“, das Albina Akaev, Rabea Zöller, Michael Conzen und Frank Ennen in Gedenken an unseren im vergangenen Sommer viel zu früh verstorbenen Schulleiter Walter Odekerken sangen. Aber auch unser vertrauter Alt-Kollege Andreas Günterberg gab sich die Ehre, an seine Wirkungsstätte zurück zu kehren, um mit der Gitarre drei Stücke aus seinem persönlichen Liederbuch zum Besten zu geben. „When will they ever learn?“ – Manche Lieder bleiben in ihrer politischen Grundaussage leider weiterhin aktuell. Rüdiger Böttcher veröffentlichte erstmals seine selbstverfassten Texte zu dem Bibeltext Johannes 17 und Jens Gallwitz schmetterte ein „Liebeslied in allen Sprachen“ – und zeigte damit, dass er den Refrain selbst auf ukrainisch, finnisch, balinesisch und lateinisch aus dem Ärmel schütteln kann. Es wäre nicht Frank Ennen, wenn nicht am Ende das ganze Publikum gestanden und beim selbstverfassten Abschluss-Lied laut mitgeträllert und mitgerappt hätte.

Dieser Kleinkunstabend, der so charmant und mit viel Einfallsreichtum von Frank Ennen organisiert und durchgeführt wurde, war quasi seine Abschieds-Vorstellung. Und dieser Abend wird noch lange im Gedächtnis bleiben – sicherlich auch dann noch, wenn unser geschätzter Kollege sich im Sommer in seinen wohlverdienten Ruhestand verabschieden wird. Danke für alles, Frank!

Gm