Aloisiuskolleg
Gymnasium der Jesuiten für Mädchen und Jungen

Fulminante Performance des Hope Theatre Nairobi

Eine energiegeladene Darbietung bot sich den Zuschauern der Polit-Revue „Stop breathing — It can damage your health!“ gestern bei der Premiere der Theatergruppe aus Nairobi: acht junge Kenianer und der Regisseur Stepahn Bruckmeier aus Österreich. Sie arbeiten seit 2010 in dieser Formation mit dem Ziel, die Folgen der Globalisierung mal von einer ganz anderen Warte aus zu betrachten.

Unters Publikum gemischt eröffneten die vier jungen Männer und Frauen die Aufführung mit persönlichen Eindrücken zu Deutschland, die mal positiv und mal kritisch waren: Für Nancy ist Deutschland im Vergleich zu Kenia ein unglaublich sauberes Land, dessen Industrie jedoch, wie Winnie betonte,  ganz unsauber, aber dafür billig in Kenia produzieren lässt.

In den satirischen Szenen ging es z. B. um den deutschen Bergmann, der nach Schließung der Zechen seinen Job verliert und  seine „skills“ nun dem von China betriebenen kenianischen Bergbau zu Verfügung stellen will. Er versteht so gar nicht, warum man ihn dort nicht mit offenen Armen empfängt: „I’m not a refugee, I’m a German“.

Die mitreißenden Tänze, die Artistik und Musikalität der acht Darsteller begeisterte am Vormittag die Schüler der Mittel- und Oberstufe und am Abend ein erwachsenes Publikum.  Hier wurde spürbar, wie stolz die jungen Darsteller auf ihr Land, ihre Traditionen und Religion sind. — Kein armes, sondern ein sehr kraftvolles Afrika.